Schauergeschichten

Der Untergang des Hauses Usher

& Froschhüpfers Rache


cover

LP-Bestellnummer der Erstausgabe: E 278

Der Untergang des Hauses Usher
Edgar Allan Poe       Hans Clarin
Sir Roderick Usher   Peter Folken
Diener               Michael Hinz

Hörspielbearbeitung / Regie: Konrad Halver

Erzählung von Edgar Allan Poe


Froschhüpfers Rache
Erzähler             Hans Paetsch
König               Rudolf Fenner
1.Minister          Hellmut Lange
2.Minister            Horst Stark
Froschhüpfer          Hans Clarin
Tripetta            Ingrid Andree
und Festgäste

Hörspielbearbeitung / Regie: Konrad Halver

Erzählung von Edgar Allan Poe

Bemerkungen:

Jahr: 1969 • Spielzeit: 25'20" / 28'10"

Weitere Bestellnummern: MC: 4312

Die Rolle des Sir Roderick Usher wurde zunächst vollständig von Claus Wilcke eingesprochen, vor der Veröffentlichung jedoch durch eine wortgleiche Aufnahme mit Peter Folken ersetzt.

Die Stimmen der Gäste in der Geschichte "Froschhüpfers Rache" gehören Heike Kintzel, Marco Fehrs, Michael Weckler, Bärbel Schmitt, Michael Poelchau und Konrad Halver.

Es gibt deutliche Unterschiede der LP-Version (E 278) und der später veröffentlichten Cassetten-Fassung (4312). Die Bearbeitung erfolgte unter der Regie von Heikedine Körting. Wer diese Unterschiede genau nachlesen möchte, kann das auf der Seite mit dem Versionenvergleich tun.

Das Gebäude, welches man im Hintergrund auf dem Cover sieht, ist das Schloß von Ahrensburg bei Hamburg.

Häufigkeit:
   
Eure Wertung:

   



Eure Kommentare:


Gunther Rehm bewertet das Hörspiel mit und schrieb am 10. 06. 2010:
Eine wahrlich meisterhafte Grusel-LP, denn hier sind zwei Poe schönste Romane unter Konrad Halver meisterlicher Hand vertont worden. Die Sprecher sind erste Sahne, allenvoran Hans Clarin, der hier gleich in beiden Hörspielen in Erscheinung tritt. Einmal als Erzähler und einmal als Froschhüpfer, einem mißgestalteten Narr, der sich an den König und sein Gefolge grausam für die ständigen Hänseleien rächt. Dieses ist auch das wie ich finde bessere der beiden Hörspiele. Rudolf Fenner als tyrannischer König ist eine Klasse für sich. Er hat früher bei Europa in etlichen Hörspielen mitgewirkt. Meist in unsympathischen Rollen. Auch kennt man ihn als Schauspieler bei den Edgar Wallace Filmen der 60 er Jahre. Ebenso Hans Clarin als irrer Halstuchmörder aus dem "Indischen Tuch". Hier als Froschhüpfer bekleidet er eine ähnliche Rolle. Ich muß hierzu noch sagen, das nur die LP von mir die volle Punktzahl, d.h. 5 Mohren kriegt, da die MC sehr stark gekürzt ist und daher nur bedingt zu empfehlen ist. Ich habe aber Gott sei Dank beide Versionen zu Hause;-)))).

Der Uwe schrieb am 01. 04. 2008:
@gorillababy73:
Wieso "Märchen"? Edgar Allan Poe hat niemals Märchen geschrieben, sondern klassische Gruselgeschichten! Er gilt als der Erfinder der unheimlichen Kurzgeschichte überhaupt. Daher darf man sich über das brutale Ende von "Froschhüpfer" nicht wundern.

gorillababy73 bewertet das Hörspiel mit und schrieb am 31. 03. 2008:
Habe die LP gestern zum ersten Mal angehört. Zu "Usher" kann ich nur sagen, glückwunsch zu dieser übersichtlichen aber dramaturgisch einwandfreien Inszenierung. Die Kürze tut der Geschichte gut. Bei Gruselkabinett gab es auch eine wunderschöne Atmo, nur die Länge war in deren Fall geradezu tödlich - für den Hörer.
Hans Clarin spricht gewohnt souverän, jhedoch lenkt mich seine Stimme eher ab, ständig ziehe ich Vergleiche mit anderen Produktionen, in denen er gesprochen hat.
Das zweite Märchen hat zwar sehr viel merkwürdiges, und das ist wörtlich zu nehmen. Mich hat die Geschichte aber nicht überzeugt. Der Geschichtsverlauf ist vorhersehbar und die Vorgeschichte von Froschhüpfer nicht fein genug herausgearbeitet. Die Idee mit den Affenmenschen finde ich recht unpassend für ein Märchen. Ja, sehr konstruiert. Gebe 4 Mohren für Usher.

Didi bewertet das Hörspiel mit und schrieb am 11. 10. 2007:
Ich muß mich hier den vielen Kommantaren anschließen. Habe ie LP erst kürzlich zum erstenmal gehört und war sofort begeistert. Ich finde auch Hans Clarin als einzigen Kritikpunkt, obwohl auch er sehr gut spricht, allerdings im Schatten von Peter Folken. Was Herr Folken hier sprachlich liefert ist nur mit einer sehr Theatervorführung zu vegleichen. Ein Klaus Kinksi hätte den Wahnsinn nicht besser darstellen können. Auch die gesammte Sprache ist sehr düster und bildhaft geschrieben und findet seinesgleichen nur noch in Dracula - Jagd der Vampire wieder. Auch Froschhüpfers Rache ist sehr gut gelungen, eine Rolle, in der Hans Clarin sehr gut besetzt ist. Wirklich eine sehr, sehr gute Prdouktion und mit Recht eine der ganz große von Europa. Perfekt !

Konga bewertet das Hörspiel mit und schrieb am 06. 02. 2007:
Ein zeitloser Klassiker. Einziges Manko ist ausgerechnet Hans Clarin, der neben Peter Folken nahezu verblasst. Dennoch: 4 x Muck für Schauergeschichten!

Edmundo Verhulscht bewertet das Hörspiel mit und schrieb am 19. 01. 2007:
Also Peter Folken liefert in dieser düstern Inszenierung (wahlweise in einer stürmischer Nacht -
zu lauschen , etwa so wie gestern...)
einen wirklich autentischen irrsinnigen Choleriker ab ;o))
Escht kruselig!!!

Christian schrieb am 18. 08. 2006:
Das ist die einzige Hörspielplatte, bei bzw. nach deren Anschaffung sich meine Eltern Gedanken machten, inwiefern sie für mich (damals 8 - 9 Jahre alt) geeignet ist. Ich bekam damals eine ganze Menge Hörspielmaterial ziemlich ungefiltert vorgesetzt: Märchen, Krimi, Blödel, Kasper, Science Fiction'''. Bei dieser Platte jedoch nahm sich mein Vater etwas mehr Zeit. Wir hörten sie gemeinsam, und zwar nicht am Stück, sondern zuerst mal nur die erste Seite. Dann ließ er mindestens eine Woche verstreichen, und wir hörten den Rest. Die Platte blieb dann für eine gewisse Zeit - ich weiß nicht mehr genau, wie lang das war - im elterlichen Plattenschrank, bis sie schließlich irgendwann doch in mein Eigentum überging.

"Der Untergang des Hauses Usher" gefiel mir übrigens nicht so sehr wie das Hörspiel "Froschhüpfers Rache". Letzteres dürfte durch seine Märchenform und die größere Personenzahl besser angekommen sein. Den Draht zu "Usher" habe ich eigentlich erst vor ein paar Jahren bekommen, als ich diese Geschichte im Rahmen einer öffentlichen Dunkel-Lesung selbst vorlas, wobei ich mich, wo es möglich war, an der Plattenfassung orientierte.

Tom F. schrieb am 07. 08. 2006:
Hallo.
Weiß jemand schon wann die 4. Staffel von Europa die Originale rauskommt?
Mein Vorschlag(da Europa ja oft nicht auf die Fans hört) an alle wäre das wir alle an Europa eine Email schreiben mit den Wünschen für Staffel 4.
Vielleicht schaffen wir es ja gemeinsam z.B. Europa dazu zu bringen, "Dracula Jagd der Vampire" neu aufzulegen.

Kevin Dabé schrieb am 31. 05. 2005: Also, ich finde es super!!!!!

Julius schrieb am 21. 05. 2006:
Hi Nemo!
Soweit ich weiss, ist das auf dem Cover einer der Tontechniker von Europa gewesen, mit dem man kurzfristig einfach zum Schloss Ahrensburg rausfuhr. Das ist von den damaligen Studios nicht mehr als 30-40 Minuten entfernt.

nemo schrieb am 16. 05. 2006:
Ich noch 'mal! Weiß jemand, wer die Person auf dem Cover ist? Peter Folken vielleicht?

nemo bewertet das Hörspiel mit und schrieb am 16. 05. 2006:
Zunächst einmal muß ich sagen, daß ich das Hörspiel gestern zum ersten Mal gehört habe; dies in der LP-Version. Die Qualität der Sprecher ist sagenhaft! Zum einen ist es eher ein Erwachsenen- als ein Jugend- oder Kinderhörspiel, und zum anderen ist es darüberhinaus weniger klassisches Hörspiel als vielmehr eine Mischung aus Lesung und Kammerspiel. Und gerade dies macht es so besonders! Es ist angenehm, so gute Sprecher einmal wirklich lange Passagen reden zu hören. Natürlich ist es kein Werk, das man dreimal hintereinander hören kann. "Froschhüpfers Rache" ist recht grausam - wie gesagt, nichts für Kinder. Ich vergebe fünf Europa-Mohren!

patricia bewertet das Hörspiel mit und schrieb am 04. 05. 2005:
Eines der besten Hörspiele, die ich je gehört habe.
Wäre toll, wenn es das auf CD oder so gäbe!

Thorsten bewertet das Hörspiel mit und schrieb am 26. 04. 2005:
Habe ich leider nur als Kassettenfassung.
Ein gutes Hörspiel mit einer schön schaurigen Grundstimmung. Die Sprecher machen ihre Sache sehr gut.

schoerschken schrieb am 20. 11. 2004:
ziemlich unspektakulär, dieses hörspiel!

Tasso bewertet das Hörspiel mit und schrieb am 15. 11. 2004:
Der Krieg der Knöpfe beihaltet auch in der literarischen Vorlage, die übrigens von einem Pädagogen geschrieben wurde, manche Unflat - jedoch halte ich diese im Buch für vertretbar und auch für wichtig. Was PEG daraus gemacht hat weiß ich nicht - jedenfalls kann sich die Entehrung durch das Abschneiden der Knöpfe, wie sie im meisterlichen Buch beschrieben wird, durchaus mit den Schauerlichkeiten auf dieser Platte messen. Die kleinen Unflätigkeiten dringen dagegen weniger in die Psyche des kindlichen Lesers (oder Hörers?). Nun gehts hier aber um E. A. Poe - da habe ich dann das Thema leicht verfehlt, setzen, 6!

Karsten schrieb am 15. 09. 2004:
Ah ja, Schloss Ahrensburg. Hab's gerade gesehen.

Karsten bewertet das Hörspiel mit und schrieb am 15. 09. 2004:
@leonidas:
Ich glaube, nicht unbedingt fuer Kinder, aber fuer Jugendliche allemal. LIeber ein wenig duester als unflaetige Ausdruecke wie bei PEGs "Krieg der Knoepfe". Da haben mir aber die Ohren geschlackert.

Heute kam ich endlich in den Genuss, nach langem langem Warten, dieses einzigartigen Hoerspiels. Ich bin und bleibe fasziniert. Hoere es jetzt zum dritten Mal und es sind wirklich die leisen Toene, die einem den Schauer ueber den Ruecken laufen lassen. Fantastisch.
Dennoch kommt in mir eine Frage auf:
Von welchem Foto wurde das Titelbild genommen und wem gehoert der Kopf und die Hand auf dem Bild? Wenn man genau hinschaut, kann man sehen, das der schwarze Hut einfach nicht zu dem Kopf passt.
Weiss jemand mehr?

leonidas bewertet das Hörspiel mit und schrieb am 26. 08. 2004:
wirklich ein klasseteil dieses hörspiel. aber auch sehr, sehr düster...
ob es für kinder tatsächlich so geeignet erscheint ? eher nicht oder ?
aber auf alle fälle für hörspiel-fans absolute pflicht !

Thomas Diroll schrieb am 16. 08. 2004:
Suche schon seit langem diese LP !
Wer kann mir weiterhelfen?

eddi schrieb am 27. 07. 2004:
Jo,.. Peter Folken (allemal einer meiner
Lieblingssprecher) spielt hier wirklich genial..!!
Für Teil 1 eine glatte 4 + (..achhh, diese Töne!!)

werner heldke schrieb am 10. 06. 2004: klar, die geschichten von poe wirken alle künstlich...aber gerade in der beschreibung absurder und alptraumhafter szenarien besteht die meisterschaft des autors. dieses grundgefühl wurde von europa meisterhaft eingefangen. es lohnt sich der vergleich mt dem aktuell erschienenen und ebenso gelungenen poe-hörspiel "der magnetiseur" von maitim...diesmal mit claus wilke!

Hausbau schrieb am 20. 09. 2003: alles is so total künstlich - ganz einfach langweilig. bringt endlich mal was spannend horrormäßiges raus!!!

Donald Duck schrieb am 01. 09. 2003: EUROPA gelingt einfach alles.Poe wäre stolz auf sich!

Spirit schrieb am 04. 08. 2003: Peter Folken ist Sir Roderick Usher. Er lebt diese Rolle und verbindet die Feinsinnigkeit Oskar Werners mit den cholerischen Ausbrüchen eines Klaus Kinski. Großartige Regie von Konrad Halver, auch bei "Froschhüfers Rache". Gehört zu den fünf besten Europa-Hörspielen aller Zeiten und zu den besten Hörspielen überhaupt. Ganz im Sinne des großen Edgar nachgestaltet. Sechs Europa-Mohren (ich klicke auf fünf).
Salut, The SPIRIT

Leif Boysen schrieb am 26. 06. 2004: Obwohl Edgar Allan Poe die berühmten Klassiker des Genres schrieb, blieben seine Werke vom Hörspiel- und Hörbuchmarkt lange Zeit unbeachtet. Lediglich die "Schauergeschichten" von Europa bedienten die Nachfrage. Bis endlich Ascolto mehrere Hörbücher produzierte, die so erfolgreich waren, dass weitere folgten (einer der Sprecher war Roberto Gaspard). In den letzten Jahren hat Poe endlich auf dem deutschen Hörspielmarkt den großen Durchbruch erlebt - das hätte dem genialen Schriftsteller viel eher gebührt! Neben zahlreichen neu produzierten Hörbüchern aus den Häusern Schumm Sprechende Bücher, Der Hörverlag u.v.a. gibt es nunmehr 8 Poe-HörSPIELE von Lübbe Audio - mit Ulrich Pleitgen in der Hauptrolle und der Titelmusik von Heinz Rudolf Kunze, die jeweils zum Ende jeder Folge gespielt wird. Okay, wir haben Juni 2004, und bisher sind nur die ersten vier Folgen erschienen - die nächsten vier aber sind bereits angekündigt. Auch nicht zu vergessen ist das Poe-Hörspiel "Der Magnetiseur", das Maritim auf zwei CDs/MCs veröffentlichte. Obwohl hier viele Kritiker Ablehnung zeigen, ist es immerhin eine hörbare Aufnahme geworden. Die absoluten Highlights stellen jedoch die Lübbe-Produktionen und Europas "Schauergeschichten" dar. Die "Schauergeschichten" faszinieren schon deshalb, weil sie weitab der heutigen Konzepte produziert wurden. Damals gab es noch keine Serien und keine eigens geschriebene Musik, und genau diese Unbefangenheit ist den "Schauergeschichten" von Europa anzumerken und macht deren unverwechselbaren Charme aus. Für mich ist dieses Hörspiel, das sowohl "Untergang des Hauses Usher" wie auch "Froschhüpfers Rache" beinhaltet, die edelste Produktion dieser Art, die es je gab.

Markus Buttler schrieb am 20. 04. 2003: Ich habe heute diese LP durch e-bay erhalten.ENDLICH!!! Es hat 4 Jahre gedauert bis ich diese LP so günstig wie möglich(28 €)bekommen konnte.
Das Hörspiel ist sehr gut gemacht.Die Sprecher geben hier ihr bestes.Kein Wunder wenn man bedenkt daß in diesen Hörspiel bekannte Schauspieler und Synchronsprecher mitwirken die schon in den Edgar Wallace Filmen dabei waren wie Hans Clarin,Rudolf Fenner,Hellmut Lange(auch in den 70ern Jahren bekannt als Moderator bei Kennen Sie Kino?),und,so ziemlich der beste Erzähler bei Europa,Hans Paetsch der letztes Jahr im hohen Alter verstarb(siehe Die Sprecher).Peter Folkens Rolle als Lord Usher ist durchaus überzeugend und gut gemacht.Ich kann mir schwer vorstellen daß Claus Wilcke diese Rolle besser gemacht hätte.
Die Geschichten die hier auf dieser LP sind spannend und düster wie sie nur Edgar Allen Poe schreiben kann.Beide Geschichten haben mir gut gefallen,besonders:Froschhüpfers Rache,
wo sich ein Narr an seinen König und an
die beiden Ministern des Königs rächt weil sie ihm verspotteten und seelisch quälten.Hans Clarins Rolle als Narr,erinnert an seine Psychopatenrolle als Tuch-Mörder in den Edgar Wallace Film:Das indische Tuch.Hans Clarin hat auch hier eine gute Besetzung.Natürlich machen auch Horst Stark und Michael Hinz ihre Sache gut.Rudolf Fenner,bekannt als Wirt im Edgar Wallace Film:Das Gasthaus an der Themse,wirkt hier wiedereinmal als Bösewicht(König)überzeugend,nicht zu vergessen Ingrid Andree,bekannte Theaterdarstellerin,als Tripetta.
Wer dieses Hörspiel noch nicht hat,unbedingt besorgen.Bei e-bay findet man es immer.Ich bin jetzt glücklicher Besitzer dieses Hörspiels.

uli schrieb am 06. 04. 2003: Clarin ist ein wandlungsfähiger Schauspieler wie wenige in Deutschland. Er kann 'Hui Buh' und hat 'Pumuckl' seinen Stempel aufgesetzt. Unvergessen auch als scheiternder 'Schmuh' in "Max, der Taschendieb" mit H. Rühmann. In zahllosen Theater- und Fernsehrollen und -serien über Jahrzehnte generationsverbindend präsent, ähnlich wie Juhnke, (auch als Synchronsprecher) doch ohne Eskapaden. Immer authentisch und ein wenig schräg. Das macht ihn unverkennbar. "Der Untergang des Hauses Usher" habe ich als Kind gedudelt, bis die Nadel durchs Vinyl kam. Seit Jahren suche ich diese Platte auf deutschen Flohmärkten.

Katrin Piplies schrieb am 21. 03. 2003: Liebe Besucher dieser Seite, seit 16 Jahren suche ich vergeblich auf Flohmärkten und anderswo nach der EUROPA Schallplatte Das Haus Uscher mit Hans Clarin, den ich selbstredend auch als Pumuckl geliebt habe. Jetzt bin ich auf dieser Seite und lese Zitate aus der Platte, noch heute benutze ich genau diese Zitate in der Unterhaltung mit meinen Schwestern. Sprich, es wäre mir das größte Vergnügen dieses Hörspiel nochmal zu besitzen. Wer kann mir eine Kopie als CD oder MC anbieten? Mein Kommentar: Draußen kalt, an der Heizung gekauert, Lego spielen und Platten hören, gerne mehrmals hintereinander.

dot schrieb am 20. 02. 2003: So wenig ich das Cover mag, so sehr liebe ich das Hörspiel: Peter Folken als der gepeinigte Roderick Usher ist...hm....mir fehlen die Worte. Einfach unbeschreiblich gut. Sein Seelenzustand greift beim Hören fast auf einen über...brrrr ! Als das kaum wahrnehmbare tiefe Schlagen der Uhr beginnt und Folken total ausflippt, glaubt man ihm wahrhaftig, er stünde in mitten von donnernden Kanonen. TOP !

Auch Clarin als Poe macht seine Sache ordentlich....obwohl ich mich manchmal nicht dagegen wehren kann, Hui Buh anstatt Poe vor mir zu sehen :-)

Auch die zweite Geschichte ist sehr schön produziert, Paetsch und Fenner sind einmal mehr Garanten für beste HSP-Unterhaltung, und Fenner ist wie immer absolut glaubhaft unsäglich böse :)

Suche schon lange nach einer wirklich gut erhaltenen Fassung dieser wunderbaren LP.

cu
dot

Pink-Lady schrieb am 25. 11. 2002: Habe mir gestern die LP zum ersten Mal angehört, und muß sagen: Nicht schlecht, Herr Specht :-)
Zwei typische beklemmende E.A.Poe-Story's. Eine RDK-Version auf CD wäre da schon angebracht !
Diese doch schon sehr alte "Europa-Grusel-Produktion" hebt sich von den späteren H.G.Francis,Larry Brent und Macabros-Produktionen deutlich ab und hat einen ganz eigenen, eher minimalistischen "Charme" :-))
Würde mich mal interessieren, was für Musiken und Geräusche Frau Körting in der gekürzten MC-Neuauflage draufgeklatscht hat. (Bin nämlich auch ein "HSP-Musik-Carsten-Bohn-Fan" :-))

Marcus schrieb am 11. 09. 2002: => eddi: Beide Geschichten stammen von Edgar Allan Poe, "Froschhüpfers Rache" wird teilweis auch mit "Hoppefrosch" übersetzt.

Froschhüpfer schrieb am 10. 08. 2002: @Eddi the Teddy: 1. Yes, it is a real Poe story. 2. Aber wehe, wehe wenn ich auf das Ende sehe: Es geht ziemlich heiß aus. Guck einfach mal in den Versionenvergleich (siehe oben).

eddi schrieb am 09. 08. 2002: Mein absoluter Favorit ist Froschhüpfers Rache!!(Mir fehlt leider der
Schluß......so weiß ich nicht wie`s ausgeht)
R.Fenner wieder genial als König!!!
@marcus: Is das ding echt ne Poe - Story???

Matze schrieb am 26. 07. 2002: Seit Jahrzehnten war ich fest im Glauben dieses unvergleichliche Hörspiel zu kennen, doch wie hier auf dieser geniale Site schmerzlich Erfahren musste, kannte ich nur die halbe Wahrheit.
Mehrfach hatte ich die LP-Version ungenutzt an mir vorbei gehen lassen, wie hätte ich Trottel auch wissen sollen, dass nur die LP die vollständige Story beinhaltet.
Nun bis heute besitze ich nur die MC-Version, doch glücklich ist der der Freunde hat, ein KUmpel von mir hat die LP-Version die ich mir heute auslieh.
Mein Eindruck ist, ohne Worte.
Welche ein brilliantes Hörspiel, es gibt kaum Superlative um dieses Meiterwerk zu beschreiben.
In der ungekürzten Fassung enfaltet dieses Meisterwqerk erst seine wahre Pracht.
Ich habe nur ein Problem mit dieser positiven Kritik werde ich vermutlich den Preis für die LP noch weiter ins Unerschwingliche Treiben.

Marotsch schrieb am 13. 07. 2002: Die Adaption von 'Usher' ist glänzend gelungen, zumal der Originaltext kaum direkte Rede enthält: die Protagonisten verbringen ihre Zeit dort hauptsächlich mit Malen, Musikhören und Lesen, was nicht gerade eine Fundgrube für einen Hörspielmacher ist. Allein die Schlußszene mit dem Erscheinen der Lady Madeline konnte nahezu Eins zu Eins übernommen werden. Die Bearbeitung erlaubt sich deshalb schon einige Freiheiten: Die Uhr, die Usher wahnsinnig macht, ist hinzuerfunden und wohl dem imaginären Pochen des Herzens in 'Das verräterische Herz' nachempfunden. Die eher elegische Beschreibung Poes von der Bestattung im Gewölbe ist in eine schaurige Gruftszene nach dem Vorbild der Roger-Corman-Filme ungestaltet worden.
Das Pseudomärchen 'Froschhüpfers Rache' hingegen reiht sich mit Hans Paetsch als Erzähler nahtlos in die Reihe anderer Europa-Märchenaufnahmen ein, die ja mitunter - besonders bei Grimm-Adaptionen - auch nicht immer zimperlich geraten sind.
Schade ist nur, daß es nicht weitere Hörspieladaptionen nach Poe gab, 'Die Schlangengrube und das Pendel' und 'Die Maske des roten Todes' hätten beispielweise eine schöne zweite Folge abgeben.

Abarcis schrieb am 18. 05. 2002: Ich bin nicht der Meinung, dass man eine sehr gute Romanvorlage nicht als Hörspiel oder TV-Film umsetzen darf. Und die Frage ist für mich nie, wie nahe das Werk dann am Buch ist, sondern was beim Ansehen oder Anhören der Interpretation rüberkommt. Denn das, was jeder Leser von Poe sonst für sich allein macht, MUSS ein Regiesseur in seiner Umsetzung auch tun, um eine glaubhafte Produktion zustande zu bekommen: Er muss herausfinden, was für ihn an dem Original das Interessante ist, und wie es sich mit dem angestrebten Medium am besten darstellen läßt - fertig. Niemand sollte behaupten: Dieses Hörspiel ist schlechter als das Buch! Das ist doch Nonsens. Wenn jemand ein Bild zu der Usher-Thema malt, kann man auch schlecht sagen: Ja, das Bild ist aber schlechter als die Kurzgeschichte ...

Thomas schrieb am 22. 04. 2002: Der eigendlich eher Poe-untypische Titel 'Schauergeschichten' könnte als Reaktion auf die 'Spukgeschichten' entstanden sein, die 1968 bei Philips herauskamen. Dort wurden freilich keine Edgar-Allan-Poe-Erzählungen adaptiert: Kurt Vethake bearbeitete für diese LP die Geschichte 'Die Katze, der Gerichtsdiener und das Skelett' von Alexandre Dumas sowie das
Märchen 'Von einem der auszog, das Gruseln zu lernen' nach Grimm. Das erklärt wohl auch, warum mit dem 'Froschhüpfer' als zweite Geschichte ein Kunstmärchen von Poe adaptiert wurde, anstatt ein 'Usher' ähnlicheres 'Tale of Mystery and Imaginaton' zu wählen.

Andreas Urban schrieb am 05. 01. 2002: es gibt von europa kaum eine produktion die in der qualität so gut ist das liegt zum einen an peter folken/USHER als auch an der musik und den hintergrund geräuschen sicher ist es unmöglich in knapp 30 minuten POE zu vertonen aber als eigenständiges hörspiel ein diamant an dichte und atmospäre

Marc schrieb am 16. 11. 2001: Herrlich. Ich finde es wirklich schauerlich. Beide Seiten finde ich wirklich gruselig und toll gemacht (sämtliche Freiheiten bei der Umsetzung lasse ich außen vor). Besitze "nur" die MC. Aber selbst die ist ok.

Sven-Oliver Elbracht schrieb am 24. 09. 2001: ZU HOLGER: Ich will hier keine Diskussion starten, aber so ganz ist mir nicht klar, worum es Dir bei meinem Kommentar eigentlich geht! Dass meine persönliche Kritik hinsichtlich der ausgesprochen mässigen, sprich mangelhaften Qualität dieses "Hörspiels" nicht unbedingt Deine Zustimmung findet, ist mir noch halbwegs verständlich; nur der Bezug zur Verallgemeinerung, nämlich was ich angeblich damit erreichen will, wirkt doch ziemlich konstruiert. Besonders fragwürdig finde ich Thesen, nach denen ich "auf andere schliessen" würde, die angeblich im Gegensatz zu mir "ein gesundes Verhältnis zur Literatur" hätten. Wer ist denn damit gemeint?
Wenn ich mich recht entsinne,schrieb gerade ich vor längerer Zeit (v.a. beim "Werwolf"!), dass meine Kritik wie die eines jeden anderen auch, doch sehr subjektivistisch ist und ganz gewiss KEINE Rückschlüsse auf das Geschmacksempfinden anderer Leute beinhaltet. Doch will ich hier AUSNAHMSWEISE (denn wir befinden uns hier auf einer Kommentarseite und in keinem Hörspielforum!) einmal zu Deiner Kritik, lieber Holger, Stellung nehmen. Was mich betrifft, so ist es grundsätzlich richtig, wenn Du schreibst, ich würde die Vertonung von literarischen Klassikern wie Poes Kurzgeschichte "Der Untergang des Hauses Usher" oder Stokers "Dracula"-Original für ein Sakrileg halten. Bestätigt wird meine Kritik diesbezüglich allein schon durch die Tatsache, dass bei den Hörspiel-Adaptionen derartiger Klassiker von der Rahmenhandlung wie von dem zugrunde liegenden Plot der Literatur-Originale praktisch nichts übrig bleibt, denn sie werden durch die unsinnige Verkürzung und Umstrukturierung regelrecht zerfetzt(!). Das ist in etwa mit Kinofilmen wie "God's Army" oder "Die Klapperschlange" zu vergleichen, deren guter Eindruck durch das geringe Qualitätsniveau eines oder mehrerer Sequels nahezu völlig zerstört wird. Bei Büchern ist das meist in noch schlimmerem Maße der Fall! Tue mir also einmal den Gefallen und vergleiche die Hörspielversionen mit den Inhalten der Literaturvorlagen, dann wirst Du es wahrscheinlich genauso beurteilen wie ich. Gerade Europa und H.G. Francis sind berühmt-berüchtigt dafür, Vertonungen von Literaturvorlagen herauszubringen, die mit dem Inhalt des Buches wenig bis gar nichts mehr zu tun haben (siehe beispielsweise Konsaliks "Fronttheater"!). Einen genialen Klassiker wie Stokers "Dracula" oder Poes diverse Kurzgeschichten als Kinderhörspiel zu verbraten, ist in etwa damit zu vergleichen, wenn jemand auf den Gedanken käme, da Vincis Mona Lisa aus dem Louvre in Paris zu stehlen und sie als Werbeprotagonistin für Toilettenpapier oder Filterzigaretten zu missbrauchen. Wahrscheinlich gäbe es gerade hier genug Leute, die das nicht weiter stören würde.
Was "John Sinclair" betrifft, so schlägt diese grenzenlos niveaulose Serie alles an Trash, was der heutige Hörspielmarkt zu bieten hat! Wenn Du, lieber Holger, einmal näher auf Tuchfühlung mit diesen Ergüssen gehen möchtest, empfehle ich Dir den Kauf von Sinclairs Hörspielen wie "Disco Dracula" oder "Die Töchter der Hölle", wo schon ein gewisses psychisches Durchhaltevermögen Grundvoraussetzung für das "erfolgreiche" Hören dieser Kassetten ist. Schlechter ist diese "Umsetzung" von Romanvorlagen nur bei den Fernsehauftritten wie "Engelsgrab" oder "Die Rattenkönigin" gelungen (RTL hat sich noch Monate nach Beendigung dieser Ausstrahlungen dafür Kritik und Spott anhören müssen). Von neutralen Zeitschriften wie "TV Spielfilm" bis hin zum "Perry Rhodan"-Autorenteam (O-Ton H.G. Franciskowsky: "John Sinclair im TV? Was ich davon halte? Grauenhaft! Fernsehfilme werden bei uns mit allzu heisser Nadel gestrickt, dabei kommen dann Resultate zustande, die alles andere als berauschend sind!") wurde ausgiebig darüber gelästert; und das absolut zurecht. Zu "Macabros" und den anderen von Dir angesprochenen Serien habe ich mich nie auch nur mit einer Silbe abfälllig oder gar schlecht geäussert, und mit guter Kinderunterhaltung in Form von Hörspiel-CDs habe ich erst recht kein Problem! "Macabros" ist sowieso neben dem legendären "Commander Perkins" meine absolute (!) Lieblingsserie! Gruss, Sven-Oliver.

Ripper schrieb am 21. 09. 2001: Unmöglich!

Holger schrieb am 30. 08. 2001: Sven-Oliver, ich will hier keine Diskussion starten, aber ein paar Fragen möchte ich doch loswerden. 1. Was willst Du mit Deinen kurz-knackigen "Alles Scheiße"-Aussagen erreichen oder vermitteln? 2. Wieso hörst Du Dir das alles an, wenn Du es eh nicht magst? 3. Oh mein Gott, ja! Der heilige Poe, alle müssen in Ehrfurcht erstarren, und wer so etwas vertont, der gehört ins Höllenfeuer ... Naja, ich weiß nicht. Schließ nicht von Dir auf andere, die ein ganz gesundes Verhältnis zur Literatur haben und nicht gleich Amok laufen, wenn 1969 ein Hörspiel aufgenommen wurde, das dem Autor nicht gerecht wird. War noch was? Ach ja, toll, daß Du Sinclair überlebt hast! Wieso hörst Du Dir sowas überhaupt an, wenn es Deine Ohren beleidigt? Probiere es dann besser bloß nie mit den ???, 5 Freunden oder Macabros. Das ist nämlich einfach "nur" gut gemachte Unterhaltung, die als eigenen Anspruch nur die Unterhaltung für Kinder und Jugendliche sieht. Gruß, Holger

Sven-Oliver Elbracht schrieb am 22. 08. 2001: Es ist ja generell sehr problematisch, solche anspruchsvollen Klassiker auf Hörspielformat zu kürzen, was sich mit Blick auf meine Bewertungen und Kommentare zu den diversen Hörspiel-Adaptionen von Literaturvorlagen wie Stokers "DRACULA" eindeutig belegen lässt. Solche Vertonungen bzw. Hörspielproduktionen zu konzipieren, ist meines Erachtens ebenso kompliziert wie (grenzenlos) unsinnig, aber die Geldgier gewisser Leute macht nicht einmal vor der Verstümmelung derartiger Klassiker halt! Wer Poe als Dichter und Literaten so sehr liebt und verehrt, wie ich es tue, kann allein schon bei dem Gedanken daran, nämlich dass er ein auf Hörspielniveau reduziertes Poe-Werk vorgesetzt bekommt, in Alpträumen und Depressionen versinken. Ich jedenfalls sage nur eins in diesem Zusammenhang: weg damit!! Es liegt mir fern, irgendjemandem in beleidigender Weise zu nahe zu treten, doch die Skrupellosigkeit, ein literarisches Meisterwerk wie E.A. Poes Kurzgeschichten als (Kinder-)Hörspiel zu verbraten, lässt selbst den hartgesottensten Grusel&Horror-Fan, der John Sinclairs "Dracula II", seine diversen TV-Auftritte (v.a. "Engelsgrab"!) und Hörspiel-Trash wie "Horror-Kreuzfahrt" oder "Insel der Seelenlosen" überlebte, in den Grundfesten seiner Psyche erschauern. Das vorliegende Hörspiel wäre meines Erachtens nach eine ideale (Psycho-)Therapie für angehende Selbstmörder, denn wenn der Gedanke an ein derartiges Hörspiel nicht in den Suizid treibt, dann tut es das Hörspiel selbst ganz sicher.

Jochen Kliebisch schrieb am 19. 02. 2001: Ich kann mich noch gut daran erinnern, daß ich diese Schallplatte nie im Dunkeln hören konnte, da ich mich anschließend nicht mal mehr allein in den Hausflur traute! Die Drohung des Königs in "Froschhüpfers Rache", daß sein "häßlicher Kopf rollen muß", ließ mir regelmäßig alle Haare zu Berge stehen! Schade, daß ich die Platte heut nicht mehr habe!

elgard schrieb: Ich kenne die Platte mit noch anderem Cover (sah -in meiner Erinnerung- noch grusliger aus). Besonders "Froschhüpfers Rache" ist VIEL beunruhigender als alles, was Europa jemals später veröffentlicht hat (die Textmarkerfarbige-Gruselserie oder Larry Brent).

Olaf schrieb am 19.01.01: Definitiv eine der besten Phantastik-Produktionen Europas, dessen Qualität so nie wieder erreicht wurde. Leider ist die Tape-Version extrem cut. Lag es vielleicht auch am Jugendschutz? 1969 wurde der König mit seinen Ministern auf Vinyl noch verbrannt, hingegen später auf Tape nur aufgehangen. Trotzdem - ein einsames Highlight in der unfassenden Europa Phantastik-Chronik.

Holger schrieb: Auch so eine Platte die ich immer haben wollte, aber leider nie zu Gesicht bekam. Jetzt nach 15 Jahren habe ich sie und bin etwas hin- und hergerissen... Zum einen tolle Sprecher und schon die Beschreibung des Hauses und der Umgebung durch Clarin ist an Atmosphäre nicht zu übertreffen, aber irgendwie auch langweilig das Ganze. Naja, auch nur eine Meinung, aber ist es nicht eigenartig Fenner,Lange und Stark in einem Dialog zu hören ? Gab es das nochmal ?


Holger Bergmann schrieb am 04. 07. 2000:
Wie soll man nach so einem Kommentar noch etwas sagen? Die erste Seite ist wirklich toll und die Beschreibungen der Landschaften sind herrlich unheimlich geworden, nur kann Clarin zwar toll betonen, aber seine Stimme ist nun einmal Hui Buh, was der Wirkung seiner Worte etwas entgegenwirkt. Folken ist aber definitiv der personifizierte Wahnsinn! Wilcke hätte das nie so hinbekommen!


Marcus Ebeling schrieb am 07.07.99: Auch dieses Album wird uns von EUROPA freundlicherweise in zwei Editionen präsentiert: die eine ist die LP-Fassung aus dem Jahre 1969 in der uneingeschränkten Regie Konrad Halvers, die andere die Cassetten-Ausgabe, in der Heikedine Körting mit Schere und Geräuscharchiv ca. 5 Jahre später eine wirklich fast neue Einspielung schuf.
Besticht die LP durch die leisen Töne und bedrückende Staubigkeit des Inneren des Hauses Usher, so kontert Frau Körting mit einem gespenstischen Geräusch-Universum, daß jedoch manchmal genau dem entgegenläuft, was Halver eindeutig beabsichtigte.
Schlägt bei Halver leise die Standuhr und Usher schreit "Oh, diese Töne!", so wirkt er in diesem Augenblick wie ein Wahnsinniger. Bei Frau Körting gongt dröhnend die Uhr in den Dialog, daß man als Hörer denkt: "Gott, ist die laut!" und sich bestätigt fühlt, als dies auch Roderick Usher auffällt.
Alerdings hat die Neuabmischung auch ihre Vorzüge: die Geräusche sind an vielen Stellen sehr liebevoll ausgesucht und unterstützen die Handlung enorm, so zum Beispiel das tosende Gewitter am Ende der Erzählung oder aber der Hall, der auf den Stimmen liegt, als Usher und Poe die Gruft aufsuchen.
Die Produktion leidet jedoch an einem grundsätzlichen Manko: Hans Clarin, als Hui Buh unersetzlich, gibt sich alle Mühe, seiner Stimme einen unheilschwangeren Unterton zu verleihen, jedoch gelingt ihm dies nur in einigen Momenten. In der übrigen Zeit kann man sich oft des Eindrucks nicht erwehren, der Erzähler (also Poe) nehme die ganzen Situation nicht recht ernst. Peter Folken ist unübertrefflich als wahnsinniger Sir Roderick und macht die erste Erzählung zu einem Meilenstein der frühen EUROPA-Hörspiele. Zunächst hatte Claus Wilcke den Part eingesprochen, diese Aufnahme gelangte jedoch nie in eine Abmischung.
Die zweite Erzählung (Froschhüpfers Rache) wirkt ein wenig wie ein Lückenbüßer, auch gibt die Handlung nicht soviel her, daß sich der Spannungsbogen über 22 Minuten halten läßt. Zu dumm, daß Frau Körting diese Erzählung durch Musik und zusätzliche Geräusche unter Kürzung der Dialoge aufschwemmt.
Alles in allem aber in der einen wie in der anderen Version nur zu empfehlen.


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